Sonntag, 27. April 2014

Ohrwurmuth - B♭-Saiten und was sonst noch gesagt werden musste

Wieder einmal ist es soweit. Letzten Donnerstag hat der liebe Ohrwurmuth sein sechstes Album herausgebracht. Vom Namen her klingt es zwar nur wie eine Sammlung von übrig gebliebenen Songs, aber es ist ein eigenständiges Album. Etwas über 70 Minuten sind Musik zu hören, allerdings in nur 16 Liedern. Da ist das allererste Stück, das schon 24 Minuten in Anspruch nimmt. Ein Zusammenschnitt von mehreren Liedern. OMG - Ohrwurmuth's Medley Giganticus nennt es sich und beinhaltet mehrere bekannte Lieder, vorwiegend auf Klavier bezogen und komplett ohne Text. So findet man die Arie des nackten Hamsters neben Winterschlaf, aber auch neben neuen Hits, wie Waltz for Dino, welches erst im Laufe dieses Albums kommt. Für eine knappe halbe Stunde Entspannung ist dieses Stück natürlich perfekt.

Sie kommen nach New York und hören das kommende Lied und haben das Gefühl, dass es regnet und kaum ein New Yorker ist in dieser Nacht auf den Beinen. Nicht ganz getroffen, aber dafür nicht so laut und grell, wie man sich den großen Apfel vorstellt. Weiter geht es nach Alabama zur Mama mit dem Sumpfrattenblues. Die ersten 3 Töne sind haargenau auch die ersten 3 von David Dundas' Jeans On, aber das kann in dieser Musikrichtung schon mal vorkommen. Inhalt gibt es hier wenig zu finden, dazu aber passende Reime.
Jörn ein Kumpel vom Musiker erhält ein kurzes Instrumental, ob es jetzt passend ist, oder nicht, kann ich nicht sagen, da ich Jörn selbst erst ein Mal traf. Im Fahrstuhl treffen wir einen Dinosaurier in Waltz für Dino. Anfangs hört man den Fahrstuhl und etwas Fahrstuhlmusik, aber dann beginnt der Walzer über den Dino, der dort drin lebt. "Fahrstuhldino, guck mal der guckt, fährt im Fahrstuhl, kriegt nicht genug. Fahrstuhldino, gebor'n zum runterbohrn." Wer diese Stelle nicht auf ewig im Kopf behält, kann gar nicht existieren. Mein klarer Favorit und da stehe ich nicht alleine da. Wer sich über die seltsame Sprache wundert, das geht auf die frühere Kindheit zurück.
Im Märchenwald gibt es wieder ein Instrumental, was den Hörer in eine fantastische Welt entführt. Ich muss dabei an Alice im Wunderland denken oder an den Zauberer von Oz. Weiter gehts mit Party-Hard. Nun ja, viel muss ich dazu nicht sagen. Nach einem Lied über zwei Mädels, die ich nicht kenne, kommt ein recht persönlicher Song von Ohrwurmuth, wo er den Anruf mit seinem Doktorvater besingt, der keine Zeit mehr für ihn hat. Als Folge dessen, kann er erstmal keine Doktorarbeit schreiben und somit nicht promovieren.
Sladi ist eine Sängerin, die auch öfters mit Ohrwurmuth zusammen singt, zum Beispiel im übernächsten Song. Und hier geht es um sie. 95° und es wird noch heißer in der Waschmaschine. Edward und Nadja wird nur von Ohrwurmuth begleitet, denn hier singen Sladi und Martin die Geschichte über die beiden in englisch.
Das nächste Lied kennt ihr bereits: Präsens Perfekt. Goodbye ist nicht das letzte Lied. Es erinnert anfangs ein wenig an irgendwelche Nationalhymnen, aber dann geht es im typischem Stil weiter und ein englischer Text kommt.
Wieder ein Lied, was man vom 4. Album "Embryovogel" kennt, Antidot, doch eine sogenannte Chillout-Version. Das letzte Lied "World of Love" besteht aus drei Teilen. Im ersten fröhlicherem Teil singt Ohrwurmuth und im zweiten Teil, der komplett das Gegenteil darstellt, hört man Sladi. Der Schluss des Liedes und auch der ganzen Platte beinhaltet noch etwas instrumental, mit dem wir verabschiedet werden. Viel Spaß beim Hören, allerdings müsstet ihr euch das Album auf legalem Wege besorgen, da bis auf Präsens Perfekt kein weiterer Song im Internet vorhanden ist.
"Donnerstag" wird erst auf der nächsten Platte erscheinen, aber damit können wir sicherlich alle leben.


Euer Wetterschaf

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